DETUSCH: William Shakspeare’s Gedichte/Sonett III
Sieh’ in den Spiegel, sag’ dem Antlitz dann: Zeit ist’s, daß es ein Ebenbild erhält; Daß, wenn es neues Leben nicht gewann, Du um die Mutter nicht betrügst die Welt. Denn wo ist, deren Leib noch ungepflügt Der Gattenliebe Anbau je verschmäht? Und wo der Thor, der das Geschlecht betrügt, Wenn Eigenliebe stolz zu Grabe […]
DEUTSCH: William Shakspeare’s Gedichte/Sonett II
Wenn eine vierzig Winter lange Zeit In deiner Schönheit Feld furcht tiefe Spur, Ist welkes Kraut der Jugend stolzes Kleid, Jetzt hoch bestaunt und dann verachtet nur. Gefragt dann: wo blieb deiner Schönheit Glück, Wo all’ der Schatz aus schöner Tage Traum? Zu sagen: in dem eignen hohlen Blick – Das wäre Schimpf und leeren […]
DEUTSCH: William Shakspeare’s Gedichte/Sonett I
Vom schönsten Wesen wünschen Zuwachs wir, Damit der Schönheit Rose bleibe ewig jung, Und wenn der Reifre einstens schied von hier, Sein Erb’ ihm wahre die Erinnerung. Doch du, beschränkt auf deinen Flammenblick, Nährst durch den eignen Brand der Flamme Gluth, Und bringest Noth in üpp’ger Fülle Glück, Du selbst dein eigner Feind in seltner […]









